Wir leben dort, wo andere Urlaub machen - im "echten Norden". Nah genug an Kiel, um die Vorteile einer Großstadt (ja, für Schleswig-Holstein ist Kiel eine Großstadt...) zu genießen, und weit genug ab vom Schuß, um Ruhe und Natur zu genießen. Direkt südlich des Nord-Ostsee-Kanals, ca. 15km westlich von Kiel und 20km östlich von Rendsburg.Innerhalb einer Viertelstunde können wir in Kiel sein, Einkaufsmöglichkeiten gibt es im nächsten Dorf, die ärztliche Versorgung ist gesichert, der ÖPNV funktioniert (meistens).
Da wir in einem Sackgassendorf leben gibt es keinen Durchgangsverkehr und die einzigen Touristen, die zu uns kommen, obwohl wir mitten in einem touristisch geprägten Naherholungsgebiet im Speckgürtel von Kiel leben, sind diejenigen, die am Kanal Schiffe beobachten wollen.
Klein-Königsförde liegt südlich des Nord-Ostsee-Kanals, Groß-Königsförde nördlich. Der Name geht angeblich darauf zurück, dass im Mittelalter ein König nach einer Schlacht hier mit seiner Armee die Eider überquerte.
2008 kauften wir "die alte Bäckerei", direkt am Ortseingang von Klein-Königsförde. Auf einem 1693qm großen Grundstück steht hier ein Haus, das in mehreren Ausbaustufen entstanden ist. Nach dem 2.Weltkrieg, genauer 1947, hat hier Herr Stange als Kriegsversehrter mit nur einem Arm mit Trümmersteinen, die er über den Kanal aus Kiel geholt hatte, und mit der Unterstützung seiner Familie, die hier im Ort zu den Alteingesessenen gehört und stark vertreten war, eine Bäckerei gebaut. Diese Bäckerei bestand bis in die 80er Jahre. Angebaut an das Haus wurde noch ein kleiner Schweinstall zur Selbstversorgung.
Später wurde aus dem Schweinestall die Garage, neben der auch noch der Kühlraum der Backerei lag. Dann wurde in den 80ern noch einmal angebaut und schliesslich noch mit einem Abstand von ca. 20 cm ein Altenteil daneben gesetzt, so wie die alten Richtlinien es vorsahen.
Der große Garten wurde als Gemüsegarten zur Selbstversorgung genutzt, mit allen Arten von Gemüse, mehreren Obstbäumen, einem Dutzend Linden an der Grundstücksgrenze und einer Weißdornhecke, die auch heute noch jedes Jahr ihren Blutzoll beim Schneiden fordert.
Nachdem Opa Stange noch ein neues Altenteil direkt auf dem Nachbargrundstück gebaut wurde vermietete sein Sohn die ursprüngliche Bäckerei an eine Organisation, die sich um die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen kümmert. 11 von ihnen lebten im umgebauten Haus in eigenen Wohneinheiten zu bis zu drei Leuten.
Heute ist die ursprüngliche Backerei unser Wohnhaus, wobei die alte Backstube das Wohnzimmer ist. der alte Schweinstall/die Garage ist unser Büro und die anderen beiden Anbauten sind vermietet. Die Vorarbeiten durch die Aufbereitung für die vorherige Vermietung an die Betreuungseinrichtung haben für maximale Flexibilität bezüglich Umbauten und Raumaufteilung gesorgt, leider aber auch dazu, dass es keinerlei Pläne über den Verlauf der Leitungen etc. gibt. Damit bleiben Reparaturen oder geplante Umbauten zu jeder Zeit spannend.